Eva Lange – Kunst, Knatten und Meer

Knatten im Hvaler Archipel auf Asmaløy war das Zuhause der norwegischen Schriftsteller Johan Borgen (1902-1979) und seiner Frau Annemarta. Seit mehr als 20 Jahren leben und arbeiten dort das Künstlerehepaar Eva Lange und Erik Frisch. Jedes Jahr ist ihre “Pinseutstilling på Knatten” der vorsommerliche Höhepunkt in der Kunstszene und leitet inoffiziell die Kunstsaison auf der Straße der Kunst ein. Eine Ausstellung die ausser Kunst auch mit Literatur und Musik jedes Jahr viele Besucher anzieht.

Eva Lange und Erik Frisch, die dieses Wochenende mit der Ausstellung alle Hände voll zu tun haben. Wie schön, dass das Wetter erneut mitspielt, über 30° ist gar nicht alltäglich im Norden.

Vor ein paar Wochen dürfte ich Eva und Erik besuchen. Das war magisch! Ich werde später ausführlich von Knatten, dem Haus und den literarischen Verbindungen berichten, jetzt möchte ich Eva Langes Arbeiten vorstellen. Ihr Atelier liegt im 1. Stocke des Hauses und hat einen wunderbaren Ausblick. Hier oben saß Johan Borgen an einem damals viel kleinerem Fenster und schrieb, dort wo der Sessel steht.

Vor Jahren entdeckte ich die Lithographie “Symbiose” und wurde auf Eva Lange aufmerksam. “Symbiose” schmückte damals den Katalog zur Pfingstausstellung. Die Litho begleitet mich seit dem, auch meine Freundin Hege war begeistert und erwarb das Bild. Daher war ich sehr erfreut, als Hege Zeit hatte, mich zu begleiten. Danke!  :-)

Wenn Blues, dann “Red Blues”, ich liebe dieses rote Motiv.

Eva in Blau, eine von mir zusammengewürfelte Auswahl.

Eva Lange in Schwarz und Weiss.

Eine Auswahl von Eva’s Arbeiten in Rot.

 

Solltet ihr in Fredrikstad oder Hvaler sein und es ist nicht gerade Pfingsten, es ist halt selten Pfingsten wenn ich in Norwegen bin, :-) , besteht immer die Möglichkeit Eva und Erik aufzusuchen oder ihre Werke in zahlreichen Kunsträumen in Großraum Fredrikstad zu sehen.

Kontakt:
www.evalange.no
www.erikfrisch.com

Schöne Pfingsten!

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Irgendlink i Norge

Gestern ist Irgendlink in Bergen angekommen. Hjertlig velkommen i Norge, kjære Jürgen!


Wir wünschen dir eine schöne Zeit, liebnette Begegnungen, leichtes Radeln und tolle Fotomotive. Das Nordlicht wirst du vermutlich nicht erleben, es leuchtet dir VELKOMMEN! in Rot-Weiss-Blau.

Noch ist es zu früh um Irgendlink, der seit dem 28.03 um die Nordsee radelt, persönlich  in Rot-Weiss-Blau zu präsentieren. Kommt, kommt! Auch R-W-B von SoSo, die fleißige Homebase. Hier drei von Irgendlinks R-W-B-Aufnahmen von unterwegs.

Während wir auf Irgendlinks eigene Eindrücke von Norwegen warten, zeige ich den Künstler nochmal in Cley next the Sea, als er bei Klausbernd Vollmar und den Buchfeen verweilte.

Mit meiner Brille, die lebt nicht mehr. :-( Wie es scheint, ist Irgendlink bereit den Abschied vom Regenwetter, immerhin sein treuer Begleiter die letzten 5 Wochen, zu begießen! :-)
Von frühsommerlich bis hochsommerlich sind die Wettervorhersagen für Irgendlinks Strecke die nächsten Tage, bald kann fröhlich geradelt werden, ohne Regenjacke, die wird an dieser Stelle zum letzten Mal gezeigt. Hurra for det.

Ha en fin-fin tid i Norge!

Hilsen Dina, Siri und Selma und aus Norfolk grüßt Klausbernd

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17. Mai in Fredrikstad

Oh, großer Schreck! Siri, Selma und ich wurden heute morgen vom heftigen Trommelregen geweckt, was nun? Selma und ich bastelten schnell Regencapes für unsere Kameras, aber wißt ihr was? Die Sonne kam gerade rechtzeitig raus, vielen herzlichen Dank nach Deutschland, England, Österreich und die Schweiz für Daumendrücken!
Hipp, hipp, hurra für Euch! XXX

Og hipp hipp, hurra for Norge, som har bursda’ i da’! :-)

Wer sich fragt warum wir in Norwegen den 17. Mai feiern, findet hier die Antwort.

Norwegen feiert Geburtstag, wir feiern die Verfassung, die Freiheit und die Demokratie.
Und uns selbst, das lohnt sich immer. :-)

Der 17. Mai  ist „Barnas dag“ (Tag der Kinder). Überall, auch auf den Umzügen, wird die norwegische Flagge gezeigt (leicht untertrieben:-)) und die Menschen gehen in festlicher Kleidung und, wer sie besitzt, in norwegischer Tracht, Bunad sagen wir dazu.

Dieses Jahr war die Feier besonders emotional, der 22.7 ist überall gegenwärtig, jedoch ist man sehr darauf bedacht, in Zukunft diesen Tag nicht mit dem Massaker auf Utøya zu verknüpfen. Es soll weiterhin ein Tag der Freude und nicht der Trauer sein.

Unglaublich, die Sonne scheint immer noch, jetzt wird weiter gefeiert!


Mit lieben Grüßen von uns in sonnig-warmen Norden,

Dina,
Siri und Selma, die heute viele neue Freunde bekommen haben :-)

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Rot Weiss Blau – 17. Mai, in liebevoller Erinnerung

Am 17. Mai gleicht Norwegen einem großen Fahnenmeer. Nie sieht man so viele festlich gekleidete Menschen, so viele Trachten, so viele freudig aufgeregte Kinder.

Seit Wochen schmückt sich das Land. Die Floristen haben gut zu tun, die Kinder üben “Ja vi elsker dette landet”, und wir hoffen alle auf ein wenig Sonne, damit wir “Norge i rødt, hvitt og blått” und nicht Rot-Weiss-Grau erleben können! Bitte Daumen drücken! :-)

Traditionell strahlen zum Nationalfeiertag auch alle Friedhöfe in Rot-Weiss-Blau. Hier ein paar Eindrücke von Leie Gravlund in Fredrikstad heute Vormittag.

Meine Tracht liegt bereit und die Akkus sind geladen. Die Wettervorhersagen sind  widersprüchlich, aber wie Tone heute sagte, “in einem Land wie Norwegen, sollte man sich nie vom Wetter abhängig machen. Dann kommt man zu Nichts! Man plant, man tut und man nimmt das Wetter hin, so wie es ist.” Genau so machen wir das. Wie Irgendlink.
Wie es in Fredrikstad wird, zeige ich bald hier, wie es demnächst in Bergen aussieht, zeigt Irgendlink hier.

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I am Dina, der Film

„I am Dina.” Dieser Satz ist so mächtig, dass er mich schaudern lässt. Er ist von ähnlicher Intensität wie Tanja Blixens viel zitierter Romanbeginn „I had a farm in Africa“, findet ihr nicht auch?

„I am Dina“, gedreht nach der Vorlage von Herbjørgs Wassmo’s  „Das Buch Dina“ (mehr dazu auf kbvollmarblog), ist der erste Satz im Film von Ole Bornedal (2002), einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Ein wunderschöner Kostümfilm, der vor der gewaltigen Fjord-Kulisse Nordnorwegens auf  Reinsnes, Kjerringøy und den Lofoten spielt. Diese atemberaubende Landschaft ist für mich das Dinaland meiner Heimat schlechthin.

Dina (Maria Bonnevie) ist ein junges Mädchen, das in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Norwegen lebt. Ihre Mutter kam bei einem Unfall um, den sie verursacht hat.

Dieses Wissen und ihr Vater (Bjørn Floberg), der sie von sich weist, führen dazu, dass Dina von Schuldgefühlen geplagt wird.

Die Dienerschaft soll das Mädchen großziehen, doch da sich niemand richtig um sie kümmert, vereinsamt sie. Außerdem entwickelt sie eine innere Furcht, den Leuten nur Unglück zu bringen.Die meiste Zeit verbringt Dina draußen, wo sie zu einer wilden jungen Frau heranreift. Als Analphabetin, die nicht sprechen will, hat sie keinerlei Kontakte zu anderen Menschen.

Jacob (Gerard Depardieu), ein Freund der Familie, kann Dina zurückholen.
Mit Hilfe des privaten Lehrers Lorch (Søren Sætter-Lassen), erkennt sie ihre Liebe zur Musik und erlernt das Cello-Spielen.

Sie bekommt wieder Kontakt zur Umwelt.

Nur der Vater (Bjørn Floberg) bleibt zurückgezogen.

Ein Leben lang begleitet Dina die Angst Verlassen zu werden.

Jacob ist geblendet von Dinas außerordentlicher Schönheit und verliebt sich in sie. Schon bald heiraten die beiden.

Jacob zieht mit seiner jungen Frau auf das Gut Reinsnes. Dina entwickelt als Frau des Hausherrn eine Lust am üppigen Leben.
Jacob überfordern Dinas starker Wille, ihre Unberechenbarkeit und ihr Freiheitsdrang. Er sucht anderswärtig Trost, es kommt zu einem Unfall. Kurz darauf stirbt er mit Dinas Hilfe.

Das Unglücksomen bleibt an Dina haften.
In den dunklen Stunden sucht sie Trost bei ihrer verstorbenen Mutter und spürt immer wieder, wie der Tod eine starke  Macht und Faszination auf sie ausübt.

Der Russe Leo (Christopher Ecclestone) taucht auf und ein leidenschaftliches
Verhältnis beginnt. Dina bekommt eine neue Chance,  das Leben statt dem Tod zu wählen. Schafft sie es, sich zu öffnen, sich verletzlich zu zeigen, Liebe zu geben und nehmen?

Am Ende ist Dina erneut ihren eigenen Dämonen ausgesetzt.

Soweit zu Dina von Dina. Mit herzlichen Grüßen von Norwegen
Dina

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Ein Dialog in Rot Weiss Blau – Konrad Lenz und Heike Gohres

Ganz anders als im letzten Beitrag, präsentiert sich der Fotograf Konrad zusammen mit der Malerin Heike Gohres im neuartigen Kunstdialog. Hier eine kleine Vorschau, leider nur in kleiner Ausführung, – diese Arbeiten entfalten ihre Wirkung im Raum und in voller Größe!

Das Konzept; das Foto ist nichts Fertiges, lässt Raum zur Entfaltung, Veränderung und Neuinterpretation und das Foto als Vorlage inspiriert zum Kontakt mit Form und Farbe.
Inhalte werden aufgenommen und gestalterisch herausgearbeitet.

Das Foto wird wahrgenommen und greift den Dialog mit der Malerei auf. Beide Kunstrichtungen begreifen sich als Durchgangsstadium und lässt Raum zur Entfaltung, Veränderung und Neuinterpretation. Das Foto als Vorlage inspiriert zum Kontakt mit Form und Farbe. Wichtig ist allein der Weg.

Der einfühlsame malerische Kontakt mit dem Foto bietet eine Chance, etwas zu entfalten, was dem Bild bereits innewohnt. Umgekehrt greift das Foto die malerischen Impulse auf und überlässt diese einem natürlichen Prozess. Die Bilder und Objekte leben von dieser Wechselwirkung.

Im Mittelpunkt der künstlerischen Arbeiten stehen vorzugsweise die Verwendung von Folien und Gläsern und diese bilden die Grundlage für die malerische Gestaltung mit Acryl/Ölfarbe. Die Transparenz des Bildes ermöglicht die fotografische Umsetzung des gemalten Bildes mit dem natürlichen Untergrund.

Mehr dazu auf www.kunstdialog.eu
Heike Gohres  www.farbenraum.de
Konrad Lenz   www.foto-praxis.eu

© Heike Gohres und Konrad Lenz, Freiburg, 2012.

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Rot Weiss Blau – Konrad Lenz

Schön, oder?
Ein aparter Beitrag in R(osa)ot-Weiss-Blau vom Freiburger Fotografen Konrad Lenz. Konrads Markenzeichen sind seine wunderbar leichten, bisweilen transparente Natur- und Landschaftsaufnahmen. Zusammen mit der Malerin Heike Gohres versucht er Fotografie und Malerei zu vereinen – mehr dazu im nächsten Beitrag vom Kunstdialog.

© für alle Bilder: Konrad Lenz

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